top of page

Pflegefall in der Familie – was nun? Der Ratgeber für Angehörige in Österreich

  • Simone
  • 25. Nov. 2025
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Mai



Das Wichtigste im Überblick


  • Ein Pflegefall in der Familie trifft die meisten Menschen unvorbereitet

  • Der erste Schritt ist nicht der schwerste, wenn man weiß, wohin man sich wenden kann

  • In Österreich gibt es klare Anlaufstellen und finanzielle Unterstützung durch das Pflegegeld

  • Pflege von Angehörigen zu Hause ist möglich, aber braucht Struktur und Entlastung

  • Die richtigen Hilfsmittel machen den Alltag für alle Beteiligten spürbar leichter

  • Bei Nestelberger können Sie zu den passenden Pflegehilfsmitteln persönlich beraten lassen und diese mieten oder kaufen

  • Wir liefern, bauen auf und schulen Sie direkt bei Ihnen zu Hause ein (Graz, Graz-Umgebung und in der gesamten Steiermark)


Einleitung


Wenn Sie diesen Artikel lesen, hat sich in Ihrem Leben gerade etwas grundlegend verändert.


Vielleicht war es ein Sturz. Eine Diagnose. Ein Schlaganfall. Oder es hat sich schleichend entwickelt, dieses Gefühl, dass Ihr Vater, Ihre Mutter oder Ihr Partner immer mehr Unterstützung braucht.


Das kennen wir aus zahlreichen Gesprächen mit Familien aus der Steiermark. Und genau deshalb nehmen wir uns die Zeit, Ihnen ehrlich und Schritt für Schritt zu erklären, was jetzt zu tun ist.


Dieser Ratgeber begleitet Sie von den ersten Fragen bis hin zu den praktischen Lösungen für die Pflege zu Hause.


Denn eines ist sicher: Sie müssen das nicht alleine herausfinden.


Möchten Sie sich unser Produktsortiment für die häusliche Pflege direkt ansehen?







Inhaltsverzeichnis



Was bedeutet Pflegefall und Pflegebedürftigkeit?


Pflegebedürftigkeit bedeutet, dass ein Mensch voraussichtlich für mindestens 6 Monate bei alltäglichen Aufgaben auf fremde Hilfe angewiesen ist.


Das kann die Körperpflege betreffen. Die Mobilität. Die Ernährung. Oder die geistige Orientierung.


Laut Österreichischem Sozialministerium sind rund 947.000 Erwachsene in Österreich in die Pflege und Betreuung einer pflegebedürftigen Person eingebunden. Das entspricht etwa 10 Prozent der gesamten Bevölkerung. Davon pflegen rund 801.000 Menschen jemanden zu Hause, weitere 146.000 sind im Bereich der stationären Langzeitpflege aktiv. Pflege ist also keine Ausnahme. Sie betrifft fast jede Familie, früher oder später (Quelle: Sozialministerium, März 2026).


Pflegebedürftigkeit der Eltern tritt oft schleichend ein. Manchmal auch von einem Tag auf den anderen. Beides ist schwer.


Im Alltag zeigt sich Pflegebedürftigkeit häufig durch:

  • nachlassende Kraft bei einfachen Tätigkeiten wie Anziehen oder Kochen

  • häufige Stürze oder Unsicherheit beim Gehen

  • zunehmende Vergesslichkeit oder Orientierungslosigkeit

  • ein wachsendes Bedürfnis nach Unterstützung und Nähe

  • das Gefühl, nicht mehr alleine zurechtzukommen


Was viele Angehörige beschreiben:

Es ist nicht die Diagnose, die am meisten belastet. Es ist die Unsicherheit. Das Nicht-wissen, was jetzt zu tun ist. Und genau da setzen wir an.



Pflegefall – was nun? Die ersten Schritte


In den ersten Tagen nach einem Pflegefall passiert viel gleichzeitig.


Arztgespräche, Krankenhausentlassung, Gespräche mit Geschwistern und weiteren Angehörigen. Vielleicht der Gedanke: Schafft das unsere Familie?


Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung.


Auch wenn Sie das Gefühl haben, alles selbst im Griff haben zu müssen.


Das Gespräch mit dem Hausarzt ist meist der sinnvollste erste Schritt. Er oder sie kennt die Vorgeschichte und kann einschätzen, welcher Pflegebedarf tatsächlich besteht.


Eine Pflegedrehscheibe oder Sozialberatungsstelle in Ihrer Region hilft kostenlos dabei, den Überblick zu behalten.


In der Steiermark ist die Sozialberatung der Landesregierung eine erste gute Adresse.


Wichtige Anlaufstellen in Österreich sind das Informationsportal pflege.gv.at, das Hilfswerk, das Rote Kreuz und die Caritas. Alle bieten kostenlose Erstberatung und helfen dabei, die nächsten Schritte zu klären.


Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sollten Sie ebenfalls frühzeitig klären, also bevor eine Situation eintritt, in der die betroffene Person keine Entscheidungen mehr selbst treffen kann.


Wer darf medizinische Entscheidungen treffen?

Wer regelt finanzielle Angelegenheiten?


Diese Fragen lassen sich jetzt, mit klarem Kopf, viel leichter beantworten als mitten in einer Krise.


Und wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Rufen Sie uns einfach an. Wir hören zu und helfen Ihnen weiter: 0316 28 37 26.



Pflegegeld beantragen in Österreich


Das Pflegegeld ist eine der wichtigsten finanziellen Unterstützungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Familien in Österreich.


Wichtig zu wissen: Es wird nicht automatisch gewährt, Sie müssen es beantragen.


Wo stellen Sie den Antrag?


Wer bereits Pension bezieht, wendet sich an die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oder das Bundessozialamt. Wer noch erwerbstätig ist oder keine Pension erhält, stellt den Antrag beim zuständigen Krankenversicherungsträger, also zum Beispiel bei der ÖGK.


Was passiert nach dem Antrag?


Ein medizinisches Gutachten wird erstellt. Dabei wird eingeschätzt, wie viele Stunden Pflege pro Monat die betroffene Person benötigt.


Danach wird eine von sieben Pflegegeldstufen zugewiesen. Das Geld wird monatlich ausbezahlt und steht der pflegebedürftigen Person zu.


Entschädigung für pflegende Angehörige


Wer Pflege von Angehörigen zu Hause übernimmt und dafür die Berufstätigkeit reduziert oder aufgibt, kann unter Umständen in der Pensionsversicherung berücksichtigt werden.


Außerdem gibt es Förderungen aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung.


Für eine genaue Einschätzung Ihrer individuellen Situation empfehlen wir das kostenlose Beratungsgespräch mit einer Sozialberatungsstelle.


Was das Pflegegeld nicht deckt


Das Pflegegeld ist ein Beitrag zur Unterstützung, aber kein Vollkostenersatz.


Es deckt nicht alle Kosten der Pflege. Wer in ein Pflegeheim wechselt, zahlt den Heimaufenthalt in der Regel aus Pension und Pflegegeld.


Reicht das nicht aus, gibt es in Österreich Sozialhilfe als Auffangnetz.


Der Pflegeregress auf das Privatvermögen ist in Österreich seit 2018 abgeschafft. Kinder oder Angehörige werden also nicht mehr für die Heimkosten der pflegebedürftigen Person herangezogen.



Pflege von Angehörigen zu Hause organisieren


Viele Familien entscheiden sich dafür, die Pflege der Eltern zu Hause zu übernehmen.


Das ist möglich. Und für viele Menschen die würdevollste Lösung. Aber es braucht Planung, Organisation und professionelle Unterstützung.


  • Was muss geklärt werden?

  • Wie groß ist der tatsächliche Pflegebedarf?

  • Was kann die Person noch selbst?

  • Wer in der Familie übernimmt welche Aufgaben?

  • Gibt es professionelle Unterstützung für die Stunden, die die Familie nicht abdecken kann?


Mobile Pflegedienste kommen direkt nach Hause und übernehmen Körperpflege, Wundversorgung oder Medikamentengabe.


In der Steiermark gibt es ein gut ausgebautes Netz über das Rote Kreuz, die Caritas, die Volkshilfe und private Anbieter.


24-Stunden-Betreuung ist dann sinnvoll, wenn der Pflegebedarf rund um die Uhr besteht. In Österreich gibt es dafür staatliche Förderungen.


Demenzpuppe Johann in Latzhose als Therapiepuppe für Therapie und Betreuung bei Nestelberger Krankenpflege

Kurzzeitpflege ist die Möglichkeit, wenn Sie als pflegende Person selbst krank werden, Urlaub brauchen oder eine Auszeit nehmen müssen.


Pflegeheime bieten tage- und wochenweise Kurzzeitpflegeplätze an.


Pflege zu Hause durch Angehörige funktioniert dann am besten, wenn sie klar strukturiert ist.


Und wenn die Menschen, die pflegen, selbst nicht auf der Strecke bleiben.



Entlastung für pflegende Angehörige


Pflege von Angehörigen zu Hause ist eine der intensivsten Aufgaben, die es gibt.


Sie verdient große Anerkennung. Und sie braucht Schutz, auch den Schutz der Menschen, die pflegen.


Holen Sie sich Unterstützung, bevor Sie an Ihre Grenzen stoßen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn die Belastung zu groß wird. Nutzen Sie Entlastungsangebote.


Und vergessen Sie nicht: Gut für sich selbst zu sorgen, ist kein Versagen. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Sie langfristig da sein können.


„Wir erleben in unserer Arbeit immer wieder, dass pflegende Angehörige oft erst dann um Hilfe bitten, wenn es kaum noch geht. Dabei wäre es so viel leichter, früh anzufangen. Auch mit kleinen Schritten."


Wir unterstützen Sie persönlich


Gerne beraten wir Sie und nehmen uns Zeit für Ihre individuelle Situation. Mit über 17 Jahren Erfahrung im Bereich Krankenpflegeprodukte begleiten wir Sie mit Einfühlungsvermögen und Fachwissen.




Wohnraumanpassung und Hilfsmittel organisieren


Damit Pflege zu Hause funktioniert, braucht es oft praktische Veränderungen.


Und die müssen nicht kompliziert sein.


Ein Pflegebett erleichtert die tägliche Pflege enorm, sowohl für die pflegebedürftige Person als auch für die Angehörigen.


Wer einmal gesehen hat, wie viel leichter das Aufstehen mit einem elektrisch verstellbaren Bett geht, versteht sofort, warum es oft das erste Hilfsmittel ist, das wir empfehlen.


Ein Patientenlifter gibt Sicherheit beim Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl oder ins Bad und schont gleichzeitig den Rücken der pflegenden Person.


Ein Pflegerollstuhl oder Spezialrollstuhl gibt der pflegebedürftigen Person wieder ein Stück Mobilität zurück.


Eine Antidekubitusmatratze beugt Druckgeschwüren vor, bevor sie entstehen.


Und praktisches Zubehör wie Aufstehhilfen, Beistelltische und Seitengitter macht den Alltag für alle Beteiligten ein Stück leichter.


All das klingt nach großem Aufwand, ist es aber nicht.


Bei Nestelberger Krankenpflege können Sie alle diese Hilfsmittel in der Steiermark mieten oder kaufen, mit persönlicher Beratung, Lieferung und Einschulung direkt bei Ihnen zu Hause.


„Wir erleben in unserer Arbeit immer wieder, wie viel ein einziges Hilfsmittel im Alltag verändern kann. Manchmal ist es das Pflegebett, das der pflegebedürftigen Person wieder ein Stück Würde zurückgibt. Und den Angehörigen ein Stück Erleichterung."



Häufige Fragen


Was bedeutet Pflegefall?


Ein Pflegefall liegt vor, wenn eine Person dauerhaft oder auf absehbare Zeit auf fremde Hilfe bei alltäglichen Aufgaben angewiesen ist.


Das kann Körperpflege, Mobilität, Ernährung oder geistige Orientierung betreffen.


In Österreich wird der Pflegebedarf in sieben Pflegegeldstufen eingeteilt, die den Umfang der monatlichen Unterstützung bestimmen.


Pflegefall in der Familie – was tun?


Der erste Schritt ist das Gespräch mit dem Hausarzt, um den tatsächlichen Pflegebedarf einzuschätzen. Danach empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oder dem Krankenversicherungsträger für den Pflegegeldantrag.


Regionale Pflegedrehscheiben und Sozialberatungsstellen helfen kostenlos bei der weiteren Planung.


Wie beantrage ich Pflegegeld in Österreich?


Den Antrag auf Pflegegeld stellen Sie je nach Situation bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oder der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK).


Nach einer Begutachtung wird eine von sieben Pflegegeldstufen zugewiesen. Das Pflegegeld wird monatlich ausbezahlt und steht der pflegebedürftigen Person zu.


Welche Hilfsmittel brauche ich für die Pflege zu Hause?


Die wichtigsten Hilfsmittel für die häusliche Pflege sind ein höhenverstellbares Pflegebett, eine Antidekubitusmatratze, ein Patientenlifter für sicheres Umsetzen sowie ein Rollstuhl für die Mobilität. Bei Nestelberger Krankenpflege können diese Hilfsmittel in der Steiermark gemietet oder gekauft werden, inklusive Lieferung und Einschulung.


Gibt es finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige?


Ja. In Österreich können pflegende Angehörige unter Umständen pensionsversicherungsrechtlich berücksichtigt werden.


Zusätzlich gibt es Förderungen für die 24-Stunden-Betreuung sowie Zuschüsse aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung.


Für eine individuelle Einschätzung empfiehlt sich die Beratung durch eine Sozialberatungsstelle.


Welche Alternativen zur Heimunterbringung gibt es?


Neben der vollständigen häuslichen Pflege durch Angehörige gibt es mobile Pflegedienste, die stundenweise kommen, die 24-Stunden-Betreuung im eigenen Zuhause sowie Kurzzeitpflege für Entlastungszeiten.


Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Pflegebedarf und den familiären Möglichkeiten ab.


Muss ich als Angehöriger für die Heimkosten aufkommen?


Nein. Der Pflegeregress auf das Privatvermögen von Angehörigen ist in Österreich seit 2018 abgeschafft. Kinder oder Geschwister werden nicht für die Kosten des Heimaufenthalts herangezogen.


Die Kosten werden aus der Pension und dem Pflegegeld der betroffenen Person bestritten. Reicht das nicht aus, kann Sozialhilfe beantragt werden.


Was ist eine Vorsorgevollmacht und wann sollte ich sie regeln?


Eine Vorsorgevollmacht legt fest, wer im Ernstfall medizinische oder rechtliche Entscheidungen treffen darf, wenn die betroffene Person das selbst nicht mehr kann.


Sie sollte möglichst früh, also bevor ein Pflegefall eintritt, gemeinsam mit einem Notar oder einer Notarin errichtet werden. Ergänzend dazu regelt eine Patientenverfügung, welche medizinischen Maßnahmen die Person wünscht oder ablehnt.


Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie uns gerne an: 0316 28 37 26. Wir nehmen uns Zeit für Sie.



Fazit und welche Unterstützung im Alltag wirklich helfen kann


Ein Pflegefall in der Familie verändert das Leben. Aber er muss es nicht zum Stillstand bringen.


Es gibt Unterstützung. Es gibt klare Schritte. Und es gibt Menschen, die diesen Weg schon viele Male begleitet haben.


Fangen Sie einfach an. Auch mit dem ersten kleinen Schritt. Das Gespräch beim Hausarzt. Der Anruf bei der Pflegedrehscheibe. Oder einfach bei uns.


Neben professioneller Pflege und finanzieller Unterstützung durch das Pflegegeld können auch die richtigen Hilfsmittel einen großen Unterschied machen, ob Pflegebett, Patientenlifter oder praktisches Pflegezubehör.


Je nach Situation und Bedürfnis, bieten wir auch die kostengünstige Miete von Pflegehilfsmitteln an.




Wie Nestelberger Krankenpflege Sie unterstützen kann


Der Umgang mit Pflegebedürftigkeit bringt viele Fragen mit sich. Und jede Situation ist anders.


Wir sind ein kleines, persönliches Team in Tobelbad bei Graz. Kein großer Versandhandel und keine anonyme Hotline. Wenn Sie bei uns anrufen, sprechen Sie mit Menschen, die sich wirklich Zeit nehmen und wissen, wovon sie reden.


Uns ist wichtig, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen. Deshalb hören wir gerne zu und empfehlen dann die passenden Produkte.


In unserem Sortiment finden Sie Pflegebetten zum Mieten und Kaufen, Patientenlifter, Pflegesessel, Antidekubitusmatratzen und vieles mehr, mit persönlicher Beratung, Lieferung und Einschulung direkt bei Ihnen zu Hause in der Steiermark.



Wir sind für Sie da


Gerne beraten wir Sie persönlich und unterstützen Sie dabei, die passende Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden. Mit über 17 Jahren Erfahrung im Bereich der Krankenpflegeprodukte stehen wir Ihnen verlässlich zur Seite.






Für die Pflege Ihrer Liebsten - wir sind für Sie da!

Ihr Team Nestelberger


 

bottom of page