Pflegefall in der Familie – was nun? Der Ratgeber für Angehörige in Österreich
- Simone
- vor 5 Tagen
- 6 Min. Lesezeit
Das Wichtigste im Überblick
Ein Pflegefall in der Familie trifft die meisten Menschen unvorbereitet
Der erste Schritt ist nicht der schwerste, wenn man weiß, wohin man sich wenden kann
In Österreich gibt es klare Anlaufstellen und finanzielle Unterstützung durch das Pflegegeld
Pflege von Angehörigen zu Hause ist möglich, aber braucht Struktur und Entlastung
Die richtigen Hilfsmittel machen den Alltag für alle Beteiligten spürbar leichter
Bei Nestelberger können Sie zu den passenden Pflegehilfsmitteln persönlich beraten lassen und diese mieten oder kaufen
Wir liefern, bauen auf und schulen Sie direkt bei Ihnen zu Hause ein (Graz, Graz-Umgebung und in der gesamten Steiermark)
Einleitung
Wenn Sie diesen Artikel lesen, hat sich in Ihrem Leben gerade etwas grundlegend verändert.
Vielleicht war es ein Sturz. Eine Diagnose. Ein Schlaganfall. Oder es hat sich schleichend entwickelt, dieses Gefühl, dass Ihr Vater, Ihre Mutter oder Ihr Partner immer mehr Unterstützung braucht.
Das kennen wir aus zahlreichen Gesprächen mit Familien aus der Steiermark. Und genau deshalb nehmen wir uns die Zeit, Ihnen ehrlich und Schritt für Schritt zu erklären, was jetzt zu tun ist.
Dieser Ratgeber begleitet Sie von den ersten Fragen bis hin zu den praktischen Lösungen für die Pflege zu Hause.
Denn eines ist sicher: Sie müssen das nicht alleine herausfinden.
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Was bedeutet Pflegefall und Pflegebedürftigkeit?
Pflegebedürftigkeit bedeutet, dass ein Mensch voraussichtlich für mindestens 6 Monate bei alltäglichen Aufgaben auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Das kann die Körperpflege betreffen. Die Mobilität. Die Ernährung. Oder die geistige Orientierung.
Laut Österreichischem Sozialministerium sind rund 947.000 Erwachsene in Österreich in die Pflege und Betreuung einer pflegebedürftigen Person eingebunden. Das entspricht etwa 10 Prozent der gesamten Bevölkerung. Davon pflegen rund 801.000 Menschen jemanden zu Hause, weitere 146.000 sind im Bereich der stationären Langzeitpflege aktiv. Pflege ist also keine Ausnahme. Sie betrifft fast jede Familie, früher oder später (Quelle: Sozialministerium, März 2026).
Pflegebedürftigkeit der Eltern tritt oft schleichend ein. Manchmal auch von einem Tag auf den anderen. Beides ist schwer.
Im Alltag zeigt sich Pflegebedürftigkeit häufig durch:
nachlassende Kraft bei einfachen Tätigkeiten wie Anziehen oder Kochen
häufige Stürze oder Unsicherheit beim Gehen
zunehmende Vergesslichkeit oder Orientierungslosigkeit
ein wachsendes Bedürfnis nach Unterstützung und Nähe
das Gefühl, nicht mehr alleine zurechtzukommen
Was viele Angehörige beschreiben:
Es ist nicht die Diagnose, die am meisten belastet. Es ist die Unsicherheit. Das Nicht-wissen, was jetzt zu tun ist. Und genau da setzen wir an.
Pflegefall – was nun? Die ersten Schritte
In den ersten Tagen nach einem Pflegefall passiert viel gleichzeitig.
Arztgespräche, Krankenhausentlassung, Gespräche mit Geschwistern und weiteren Angehörigen. Vielleicht der Gedanke: Schafft das unsere Familie?
Holen Sie sich frühzeitig Unterstützung.
Auch wenn Sie das Gefühl haben, alles selbst im Griff haben zu müssen.
Das Gespräch mit dem Hausarzt ist meist der sinnvollste erste Schritt. Er oder sie kennt die Vorgeschichte und kann einschätzen, welcher Pflegebedarf tatsächlich besteht.
Eine Pflegedrehscheibe oder Sozialberatungsstelle in Ihrer Region hilft kostenlos dabei, den Überblick zu behalten.
In der Steiermark ist die Sozialberatung der Landesregierung eine erste gute Adresse.
Wichtige Anlaufstellen in Österreich sind das Informationsportal pflege.gv.at, die Volkshilfe, die Pflegedrehscheibe, das Hilfswerk, das Rote Kreuz und die Caritas. Alle bieten kostenlose Erstberatung und helfen dabei, die nächsten Schritte zu klären.
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sollten Sie ebenfalls frühzeitig klären, also bevor eine Situation eintritt, in der die betroffene Person keine Entscheidungen mehr selbst treffen kann.
Wer darf medizinische Entscheidungen treffen?
Wer regelt finanzielle Angelegenheiten?
Diese Fragen lassen sich jetzt, mit klarem Kopf, viel leichter beantworten als mitten in einer Krise.
Pflegegeld beantragen in Österreich
Das Pflegegeld ist eine der wichtigsten finanziellen Unterstützungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Familien in Österreich.
Wichtig zu wissen: Es wird nicht automatisch gewährt, Sie müssen es beantragen.
Wo stellen Sie den Antrag?
Wer bereits Pension bezieht, wendet sich an die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oder das Bundessozialamt. Wer noch erwerbstätig ist oder keine Pension erhält, stellt den Antrag beim zuständigen Krankenversicherungsträger, also zum Beispiel bei der ÖGK.
Was passiert nach dem Antrag?
Ein medizinisches Gutachten wird erstellt. Dabei wird eingeschätzt, wie viele Stunden Pflege pro Monat die betroffene Person benötigt.
Danach wird eine von sieben Pflegegeldstufen zugewiesen. Das Geld wird monatlich ausbezahlt und steht der pflegebedürftigen Person zu.
Entschädigung für pflegende Angehörige
Wer Pflege von Angehörigen zu Hause übernimmt und dafür die Berufstätigkeit reduziert oder aufgibt, kann unter Umständen in der Pensionsversicherung berücksichtigt werden.
Außerdem gibt es Förderungen aus dem Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung.
Für eine genaue Einschätzung Ihrer individuellen Situation empfehlen wir das kostenlose Beratungsgespräch mit einer Sozialberatungsstelle.
Was das Pflegegeld nicht deckt
Das Pflegegeld ist ein Beitrag zur Unterstützung, aber kein Vollkostenersatz.
Es deckt nicht alle Kosten der Pflege. Wer in ein Pflegeheim wechselt, zahlt den Heimaufenthalt in der Regel aus Pension und Pflegegeld.
Reicht das nicht aus, gibt es in Österreich Sozialhilfe als Auffangnetz.
Der Pflegeregress auf das Privatvermögen ist in Österreich seit 2018 abgeschafft. Kinder oder Angehörige werden also nicht mehr für die Heimkosten der pflegebedürftigen Person herangezogen.
Pflege von Angehörigen zu Hause organisieren
Viele Familien entscheiden sich dafür, die Pflege der Eltern zu Hause zu übernehmen.
Das ist möglich. Und für viele Menschen die würdevollste Lösung. Aber es braucht Planung, Organisation und professionelle Unterstützung.
Was muss geklärt werden?
Wie groß ist der tatsächliche Pflegebedarf?
Was kann die Person noch selbst?
Wer in der Familie übernimmt welche Aufgaben?
Gibt es professionelle Unterstützung für die Stunden, die die Familie nicht abdecken kann?
Mobile Pflegedienste kommen direkt nach Hause und übernehmen Körperpflege, Wundversorgung oder Medikamentengabe.
In der Steiermark gibt es ein gut ausgebautes Netz über das Rote Kreuz, die Caritas, die Volkshilfe, das Hilfswerk und viele private Anbieter.
24-Stunden-Betreuung ist dann sinnvoll, wenn der Pflegebedarf rund um die Uhr besteht. In Österreich gibt es dafür staatliche Förderungen.
Kurzzeitpflege ist die Möglichkeit, wenn Sie als pflegende Person selbst krank werden, Urlaub brauchen oder eine Auszeit nehmen müssen.
Pflegeheime bieten tage- und wochenweise Kurzzeitpflegeplätze an.
Pflege zu Hause durch Angehörige funktioniert dann am besten, wenn sie klar strukturiert ist.
Und wenn die Menschen, die pflegen, selbst nicht auf der Strecke bleiben.

Entlastung für pflegende Angehörige
Pflege von Angehörigen zu Hause ist eine der intensivsten Aufgaben, die es gibt.
Sie verdient große Anerkennung. Und sie braucht Schutz, auch den Schutz der Menschen, die pflegen.
Holen Sie sich Unterstützung, bevor Sie an Ihre Grenzen stoßen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, wenn die Belastung zu groß wird. Nutzen Sie Entlastungsangebote.
Und vergessen Sie nicht: Gut für sich selbst zu sorgen, ist kein Versagen. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Sie langfristig da sein können.
„Wir erleben in unserer Arbeit immer wieder, dass pflegende Angehörige oft erst dann um Hilfe bitten, wenn es kaum noch geht. Dabei wäre es so viel leichter, früh anzufangen. Auch mit kleinen Schritten."
Wohnraumanpassung und Hilfsmittel organisieren
Damit Pflege zu Hause funktioniert, braucht es oft praktische Veränderungen.
Und die müssen nicht kompliziert sein.
Ein Pflegebett erleichtert die tägliche Pflege enorm, sowohl für die pflegebedürftige Person als auch für die Angehörigen.
Wer einmal gesehen hat, wie viel leichter das Aufstehen mit einem elektrisch verstellbaren Bett geht, versteht sofort, warum es oft das erste Hilfsmittel ist, das wir empfehlen.
Ein Patientenlifter gibt Sicherheit beim Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl und schont gleichzeitig den Rücken der pflegenden Person.
Ein Pflegerollstuhl oder Spezialrollstuhl gibt der pflegebedürftigen Person wieder ein Stück Mobilität zurück.
Eine Antidekubitusmatratze beugt Druckgeschwüren vor, bevor sie entstehen.
Und praktisches Zubehör wie Aufstehhilfen, Beistelltische und Seitengitter macht den Alltag für alle Beteiligten ein Stück leichter.
All das klingt nach großem Aufwand, ist es aber nicht.
Bei Nestelberger Krankenpflege können Sie alle diese Hilfsmittel in der Steiermark mieten oder kaufen, mit persönlicher Beratung, Lieferung und Einschulung direkt bei Ihnen zu Hause.
Fazit und welche Unterstützung im Alltag wirklich helfen kann
Ein Pflegefall in der Familie verändert das Leben. Aber er muss es nicht zum Stillstand bringen.
Es gibt Unterstützung. Es gibt klare Schritte. Und es gibt Menschen, die diesen Weg schon viele Male begleitet haben.
Fangen Sie einfach an. Auch mit dem ersten kleinen Schritt. Das Gespräch beim Hausarzt. Der Anruf bei der Pflegedrehscheibe.
Neben professioneller Pflege und finanzieller Unterstützung durch das Pflegegeld können auch die richtigen Hilfsmittel einen großen Unterschied machen, ob Pflegebett, Patientenlifter oder praktisches Pflegezubehör.
Je nach Situation und Bedürfnis, bieten wir auch die kostengünstige Miete von Pflegehilfsmitteln an.
Wie Nestelberger Krankenpflege Sie unterstützen kann
Der Umgang mit Pflegebedürftigkeit bringt viele Fragen mit sich. Und jede Situation ist anders.
Wir sind ein kleines, persönliches Team in Tobelbad bei Graz. Kein großer Versandhandel und keine anonyme Hotline. Wenn Sie bei uns anrufen, sprechen Sie mit Menschen, die sich wirklich Zeit nehmen und wissen, wovon sie reden.
Uns ist wichtig, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen. Deshalb hören wir gerne zu und empfehlen dann die passenden Produkte.
In unserem Sortiment finden Sie Pflegebetten zum Mieten und Kaufen, Patientenlifter, Pflegesessel, Antidekubitusmatratzen und vieles mehr, mit persönlicher Beratung, Lieferung und Einschulung direkt bei Ihnen zu Hause in der Steiermark.
Bei uns stehen nicht die Produkte im Mittelpunkt, sondern die Menschen, die sie brauchen.
Wie Nestelberger Krankenpflege Sie unterstützen kann:
Jede Beratung beginnt mit einem offenen Ohr und einem persönlichen Gespräch. Wir möchten Ihre Situation verstehen, bevor wir Empfehlungen aussprechen – individuell, ehrlich und ohne Zeitdruck.
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und begleiten Sie mit Fachwissen, Erfahrung und Menschlichkeit. Gemeinsam finden wir Lösungen, die Ihren Alltag erleichtern und zu Ihren persönlichen Bedürfnissen passen.
Wir freuen uns auf Sie!

Für die Pflege Ihrer Liebsten…
Wir nehmen uns Zeit für Sie. Besuchen Sie uns in Tobelbad, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wir finden gemeinsam die beste Lösung für Ihre Situation.
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